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Speed - Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor

Nun ist es offiziell: Als einer von rund 200 Rankingfaktoren wird  die Ladegeschwindigkeit in Zukunft in das Ranking einfließen. Spätestens seit dem sich Google im Webmaster Central Blog zum Thema Geschwindigkeit offiziell geäußert hat, diskutieren die Experten heftig, ob und inwieweit ein schneller Webserver das Ranking beinflusst. Bislang soll dies lediglich im englischsprachigen Raum auf Google.com passieren und bei weniger als ein Prozent der SEPRs zu Änderungen führen. Aber man kann davon ausgehen, dass Google diesen Faktor in absehbarer Zeit global ausrollen wird.
Sollte man so schnell wie möglich den Webserver upgraden um so mit mehr Speed unterwegs zu sein.

Ein solche Frage läßt sich nur schwer mit einem Ja oder Nein beantworten. Aus Technikersicht kann ein Webserver nicht schnell genug sein. Aus wirtschaftlicher Sicht ist eher ein ausgewogenes Verhältnis anzuraten. Auf der SEMSEO 2010 hat Johannes Müller (Google) unmißverständlich darauf hingewiesen,
dass ein langsamer Server sehr wohl die Anzahl der indizierten Dokumente einer Domain verringert und so auf eine optimale Suchmaschinen-Optimierung Auswirkung haben.

Bei der Ladegeschwindigkeit handelt es sich um die Dauer, die zwischen der Anfrage einer bestimmten Website durch den Browser und der vom Server gesendeten Antwort inklusive der die Website umfassenden Daten vergeht. Also schlicht um die Frage, wie viel Zeit vergeht zwischen dem Aufruf einer Website und ihrer vollständigen Ansicht im Browser.


Jede Domain hat aufgrund einiger Faktoren eine Obergrenze für die Anzahl der Seiten die in den Index aufgenommen werden.
Wird beim Crawlen durch den Googlebot festgestellt, dass durch das Crawlen die Geschwindigkeit des Webservers negativ beinträchtigt wird, crawlt er langsamer. D.h. die Anzahl der abgerufenen Dokumente
sinkt und es werden weniger in den Index aufgenommen.

Ebenso wirkt sich eine langsame Seite negativ auf den Quality-Score einer Google AdWords Werbung aus, sodass man gegebenenfalls mehr für einen Klick zahlen muss als der Mitbewerber. Damit steigen die
Kosten für Online Werbekampagnen. Alles gute Gründe sich mit der Geschwindigkeit der Website zu beschäftigen.Analyse:

Wie schnell bin ?

Um die Geshwindigkeit im Web zu messen, gibt es diverse Online-Tools (z.b. www.sitealert.de/ladezeiten-check.html) Ebenso kann über ein Browser Plug-in (Yahoo YSlow) oder über die Google Webmaster Tools die Ladegeschwindigkeit der Webseite ermittelt werden.

Yahoo YSlow

Ist als Plug-in (http://developer.yahoo.com/yslow) für den Firefox-Browser erhältlich und läuft nur in Verbindung mit der Erweiterung Firebug (http://getfirebug.com) Nachdem man einen Test gestartet hat erhält man eine Reihe von Analysen und vile nützliche Tipps zur Optimierung der Seite

Google Webmaster Tools

Um die Wemaster Tools nutzen zu können muß man sich zuerst als Webmaster dieser Domain authentifizieren. Dies geschieht indem  man eine kleine vorgegebene Datei auf den Webserver hochlädt oder einen Code (auch von Google) in den Header der Startseite einzträgt.
Nach der Authentifizierung bekommt man sehr viele Informationen wie Google die eigene Seite sieht. Unter dem Menüpunkt "Google Labs" gibt es den Untermenüpunkt " Website-Leistung" Über diesen Menüpunkt erkennt man ob eine Leistungsoptimierung notwendig ist. Bewegt sich der Leistungsgraph im "Langsamen" Bereich dann sollte man sich über eine Optimierung Gedanken machen.
Auf Einzelseitenbasis geben die Webmaster Tools sehr wertvolle Hinweise, wie die Seite optimiert werden kann. (CSS, Dateigröße,...) Google bietet auch ein Browser-Plug-in mit dem Namen "Page Speed" an. Dieses ist auch nur in Verbindung mit Firebug zu verwenden. Die Informationen entsprechen denen von YSlow wobei vielleicht die Übersichtlichkeit besse als im Yahoo Tool ist.
Mit Hilfe der zuvor genannten Tools erhält man eine Reihe von Hinweisen wo Optimierungspotentiale vorhanden sind. Die größten Effekte erhält man wenn man folgende Maßnahmen durchführt:

Reduzierung der Bildgröße

Hier liegt bei den meisten Webseiten ein sehr großes Potential verborgen.
In vielen Fällen läßt sich die Speichergröße eines Bildes um bis zu 70% verringern ohne das sichtbarer Qualitätsverlust zu erkennen ist.
Fast alle Bildbearbeitungsprogramme bieten die Möglichkeit Bilder "für das Web" zu speichern. Wer kein Tool auf den Rechner installieren möchte oder kann, für den gibt es Onlinetools die das erledigen. Man gibt die Webadresse des Bildes ein, welches komprimiert werden soll, und erhält die komprimierte Datei als Download zurück. Eine sehr zu empfehlende Plattform dafür ist (www.smush.it)

Auslagerung & Bereinigung von Skriptdateien

Umfangreiche Skriptteile (CSS, JavaScript) die in allen Seiten der Website vorkommen sollten nicht in die Seite eingebunden werden, sondern in eigenen Datein ausgelagert werden. Wird eine solche Datei beim Aufruf durch den Browser geladen, verbleibt sie im Cache des Browsers. Damit steht diese Code während  der gesamten Sitzung zur Verfügung und braucht nur einmal übertragen zu werden.
Wird der Code aber in jeder Seite integiert, muß bei jedem Seitenaufruf der Code neu übertragen werden. Ebenso wird dadurch das Verhältniss Code-Content verbessert, welches auch einen Rankingfaktor darstellt. 
Für das Komprimieren von JS- und CSS-Dateien gibt es eine Reihe von Tools (www.csscompressor.com, http://javascriptcompressor.com). Auf der Codeseite von Google findet man ein weiteres Tool namens "minify". Dieses Tool optimiert PHP, Javascript, CSS Code und stellt diese gleich in einer Gzip-Variante zur Verfügung.

Gzip

Gzip komprimiert eine Webseite und die zugehörigen Skripte um bis zu 70%. Eine Komprimierung der Bilder bringt nicht viel, da übliche Gif- oder Jpg-Bilder schon in einem komprimierten Format vorliegen. Die Einrichtung einer Gzip-Komprimierung erfolgt am Server, ist aber nicht sonderlich aufwendig.

Reduktion der DNS-Anfragen

Wird ein Objekt von einem anderen Server geladen so muß dafür eine DNS-Abfrage durchgeführt werden. Je mehr Links zu einer anderen Domain in einer Webseite integriert sind, desto öfter muß ein Browser des DNS aufrufen um die dahinter liegende Adresse zu erfragen. Das kostet natürlich sehr viel Zeit.

Fazit:

Eine Analyse der eigenen Seite lohnt sich allemal. Auch wenn der Rankingfaktor "Ladegeschwindigkeit" zur Zeit boomt ist eine übertriebene Hektik nicht notwendig.

Aktuelles:

13.10.2010 23:25

Google Instant: 1 Monat danach.

Welche Auswirkungen auf SEO und SEA lassen sich erkennen!


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Speed - Ladegeschwindigkeit als Rankingfaktor