Google Instant: 1 Monat danach
Vor knapp einem Monat wurde Google Instant eingeführt. Für Diskussionen war gesorgt. Panik machte sich bei vielen Webmastern breit ob dadurch ihre Websites und ihre Adwords-Kampagnen leiden würden. Doch welche Auswirkungen auf SEO und SEA lassen sich erkennen?
Google Instant liefert Suchergebnisse bereits während der Nutzer seine Suchbegriffe eingibt und nutzt die “Autocomplete Technologie”. D.h. während der Nutzer seine Suchanfrage eintippt, produziert Google auf Basis der eingegebenen Zeichen komplette Suchergebnisseiten.
Das bedeutet, dass User eine Website viel schneller sehen und besuchen kann als vorher - oft sogar ohne den Suche-Button zu klicken oder “Enter” zu drücken.
Um Google Instant nutzen zu können muss der User mit seinem Google-Accout eingeloggt sein und über den neuesten Browser von Chrome, Morzilla oder Internet Explorer verfügen. Aus diesen Voraussetzungen lässt sich erkennen, dass sich die Auswirkungen zur Zeit auf google.at noch in Grenzen halten werden. In den USA ist es allerdings bereits für alle Nutzer verfügbar und erste Analysen der Auswirkungen trudeln langsam ein.
Erkenntnisse:
Eines ist vorweg festzuhalten: Google liefert durch die neue Technologie keine anderen Ergebnisse. Das was sich ändert ist die Darstellung der Suchergebnisseite in der Art, dass der sichtbare Bereich für die oberen Ränge kleiner wird. Entsprechen wird der Kampf um die oberen Ränge immer intensiver geführt. Es wird noch schwerer werden sich gegen die Suchergebnisse im Universal Search im sichtbaren Bereich des Browsers zu platzieren
Untersuchungen von conductor, mec und distilled zeigen ein ähnliches Bild der Auswirkungen. Man sieht, dass es leichte Verschiebungen zu Gunsten des Longtails kommt. Bei Suchphrasen mit 4, 5 und 6 Keywörter kommt es zu einem leichten Anstieg der Suchanfragen.
In der Suchmaschinenwerbung (SEA) sind Tendenzen der Verteuerung zu beobachten. Grund dafür könnte sein, dass User einen relativ kurzen Suchbegriff eingeben und dann über die Preview-Funktion nachsehen ob schon was Passendes dabei ist.
Wann wird eine Impression gezählt
- Komplette Suchanfrage durch den User (z.B. durch das Drücken der “Enter”-Taste oder die Auswahl eines Begriffs aus der Autovervollständigung) angezeigt.
- Der User fängt an, einen Suchbegriff zu tippen und klickt dann auf einen Link auf der Seite, z.B. ein Suchergebnis, eine Anzeige oder einen verwandten Suchbegriff.
- Der User hört auf zu tippen und die Ergebnisse werden für mindestens drei Sekunden gezeigt.
Eine Steigerung der Ad Impressions ohne gleichzeitige Steigerung der Klicks führt zu einem Sinken der CTR (Click-Trough-Rate) was wiederum eine Verschlechterung des Qualitätsfaktors bewirkt.
Fazit:
Google Instant wird das Nutzerverhalten verändern. Die Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung (SEO) werden dabei nicht so gravierend sein. Bei Adwords-Kampagnen könnte eine Anpassung der Strategie durchaus notwendig sein. Aber das Google Instant nur deshalb eingeführt hat um das Suchverhalten zu verbessern kann getrost bezweifelt werden.
Aktuelles:
Google Instant: 1 Monat danach.
Welche Auswirkungen auf SEO und SEA lassen sich erkennen!

